Das hier ist mein privater CMS-Workshop. Viel Spaß beim Lesen!

1. Das Vorhaben

Ich möchte meinen Webspace ein wenig effizienter nutzen, darum bin ich auf der Suche nach einem geeigneten kostenlosen CMS (Content Management System). Alles was ich habe, ist eine Domain und ganz simpler Webspace ohne jede Features. Also muss es ein so genantes "Desktop CMS" sein, das statische Webseiten produziert, die ich dann auf den Webserver lade. Klingt doch ganz einfach, oder?

Die Suche im Web gestaltet sich dann doch nicht so einfach. Alle CMS scheinen sich voll auf Webserver mit PHP oder anderen dynamischen Fähigkeiten zu konzentrieren. Klar, es sollen ja auch mehrere Redakteure gleichzeitig an den Seiten arbeiten können. Das alles will ich aber nicht. Also werde ich mir mal eins nach dem anderen anschauen und durchprobiereren.

2. Tool gefunden

Ach ja, das CMS. Ich kenne viele (Joomla!, WordPress, Typo3, Alfresco, OpenCMS, Plone etc.), selbst kostenlose CMS gibt es jede Menge. Aber in der Regel erfordern diese ja eine Skriptsprache und eine Datenbank auf dem Webserver. Also beschränke ich mich auf solche CMS, die behaupten, statische Webseiten produzieren zu können. Ich entscheide mich für eine bequeme Variante: VIO.Matrix Home Edition, eine Komplett-Software für Windows.

Die Installation ist windows-typisch schnell erledigt. Über das Startmenü habe ich unter anderem die Wahl zwischen zwei Programmen und einem 78-seitigem "UserGuide" (deutsch). Die strikte Trennung von Content und Design ist zentrales Konzept. Die Arbeit an Webseiten erfolgt mit den beiden Programmen im Prinzip in sieben Schritten:

  1. Web-Struktur anlegen (Content-Manager)
  2. Formulare mit Komponenten erstellen (Administrator)
  3. Layouts erstellen und Platzhalter für Komponenten in Layouts einfügen (Administrator)
  4. Layout-Projektdatei exportieren (Administrator)
  5. Layout-Projektdatei importieren (Content-Manager)
  6. Layouts den Ordnern und Elementen zuordnen (Content-Manager)
  7. Web-Projekt publizieren (Content-Manager)

Das sieht vielversprechend aus. Die für private Zwecke kostenlose "Home Edition" kann nur statische Webseiten, das passt also 100%-ig. Damit versuche ich es erst einmal!

3. Noch ein Tool

Noch ein CMS, das infrage kommt: Origo. Auch dieses CMS legt Wert auf Trennung von Content und Design und produziert statische Seiten. Aber es ist kein kommerzielles Produkt, sondern Freeware einer Privatperson. Es ist in Java geschrieben und lässt sich (eine Java-Installation vorausgesetzt) leicht installieren. Als Dokumentation gibt es ein paar Tipps auf der Homepage und eine Hilfe über F1 oder das Menü.

Also mir ist das Tool auf Anhieb sympatisch, weil ich ja auf auf Privatentwicklungen stehe. Die aktuelle Version ist von 2007. Um Profit geht es jedenfalls nicht, eigentlich spräche nichts gegen die Veröffentlichung des Quellcodes. Man könnte ja mal den Autor kontaktieren...

Ich werde die Webseiten mit zwei Desktop CMS gleichzeitig erstellen. Es wird also etwas interessanter: ein Vergleichstest steht an!

4. Was es werden soll

Es wird Zeit, etwas zu den Webseiten zu sagen, die erzeugt werden sollen. Der Inhalt ist ja eigentlich egal, aber die Art des Inhalts ist folgender: es handelt sich um ein paar wenige Seiten, deren Inhalte Texte, Bilder, Tabellen und interne/externe Links sind, die deutlich über den Bildschirm hinausgehen. Wir brauchen je einen Menüpunkt für eine solche Seite, dazu ein paar Ankerlinks zum Springen innerhalb einer Seite. Also schön einfach alles. Ich habe dafür folgenden üblichen Seitenaufbau (Layout) entworfen:

Das Design ist eigentlich zweitrangig. Nun müssen beide Tools zeigen, dass sowas machbar ist, und dass sich Inhalt, Layout und Design tatsächlich ganz einfach und getrennt voneinander pflegen lassen!

[to be continued...]